SEO wird zum Marketing-Teamplayer

09.09.2025

Sabine Gertrud Fischer

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SEO stirbt nicht, es kehrt nur zu seinen Marketing-Wurzeln zurück. Während viele Unternehmen noch überlegen könnten ihre SEO-Budgets zu kürzen, weil Google und die KI-Suche weniger Klicks liefern, haben andere schon verstanden, dass es einfach neu und interdisziplinär gedacht werden muss.

Keine falschen Schlüsse aus sinkenden Klickzahlen ziehen

Die Panik über die aktuell ca. 34% Klickverlust nach der Einführung von Google AI Overviews in den USA ist einerseits verständlich. Andererseits basiert sie auf zu kurz gedachten KPIs (=key performance indicator, sprich: Mess-Kennzahlen), an die wir in den letzten Jahren gewohnt waren.

Wer SEO-Erfolg nur an Klicks gemessen hat, sieht jetzt sinkende Zahlen und denkt: “SEO funktioniert nicht mehr.” Das ist allerdings, als würde eine Firma ihre Plakatwerbung aufgeben, weil die Menschen nicht sofort nach dem Betrachten ihrer Werbetafel in den Laden laufen.

Der organische Suchkanal bleibt genauso wichtig wie vorher, nur die Messung griff zu kurz.

Wiederholung schafft Vertrauen: Der Mere-Exposure Effekt

SEO kann jetzt als Marketingkanal sogar noch wertvoller als vorher werden, wenn man es schafft, zitiert oder in weiterführenden Ergebnissen verlinkt zu werden. Der Platz im Suchergebnis ist jetzt sehr limitiert, was mehr Sichtbarkeit für die zitierten Personen/Brands/Produkte bietet. Und je öfter du, dein Brand oder dein Produkt auch nur zitiert wird, desto mehr greift der Mere-Exposure Effekt. Dieser beschreibt, dass die wiederholte Konfrontation mit einem Namen auf die Dauer Vertrauen erzeugt. Und Menschen suchen nach Brands, denen sie schon vertrauen.

Was passiert, wenn du SEO nicht mehr mitdenkst?

Du schenkst deinen Mitbewerbern kostbare Marktanteile. Jedes Unternehmen, das jetzt sein SEO-Budget kürzt, macht Platz für andere. Die Konkurrenz, die versteht, dass Sichtbarkeit in Suchmaschinen Markenbekanntheit aufbaut, übernimmt systematisch deine Position.

Stell dir vor: Während du denkst “SEO bringt keine Klicks mehr”, arbeiten deine Mitbewerber daran, dass ihre Marke bzw. ihr Name bei jeder relevanten Suchanfrage sichtbar wird. Kunden sehen den Namen, verbinden ihn mit Expertise und denken an ihn, wenn sie kaufbereit sind. Das funktioniert auch ohne Klicks.

Was machen andere Marketing-Disziplinen schon länger, was auch SEO jetzt lernt?

Andere Marketing-Disziplinen verstehen seit jeher, dass Markenbekanntheit der Schlüssel zum Erfolg ist.

Nimm Social Media als Beispiel: Erfahrene Social Media Manager investieren zuerst in Bekanntheitskampagnen, bevor sie auch nur daran denken, Conversion-Kampagnen zu starten. Warum? Weil sie wissen, dass Vertrauen und Wiedererkennung die Basis jeder erfolgreichen Marke sind. Sie kommunizieren im Brand of Voice und Tone of Voice der Brand und planen aktiv Storytelling ein, das die Brand erklärt.

Meta bietet für große Unternehmen sogar spezielle Brand Lift Studies an. Diese Tools sind ausschließlich dazu da, Markenbekanntheit zu messen und zu optimieren. Diese Investitionen würden Unternehmen nicht tätigen, wenn Brand Awareness nicht funktionieren würde.

Auch die PR-Abteilung hat verstanden, wie wichtig die einheitliche Kommunikation nach außen ist. 

Warum scheitern Marketing-Teams oft an der Zusammenarbeit?

Das größte Problem liegt im Silo-Denken der verschiedenen Marketing-Disziplinen, befeuert auch durch die bisher oft strikte Trennung in größeren Unternehmen.

Ich habe selbst in meiner Karriere mit vielen großen Konzernen gearbeitet und kann berichten, dass es oft nicht möglich war, Marketingverantwortliche aus anderen Disziplinen zu erreichen. Es kam vor, dass z.B. das SEO Team gar nicht wusste, wer überhaupt im Konzern Social Media oder Paid Ads macht.

Und so kommt es, dass SEOs an der Websiteoptimierung arbeiten, während Social Media Manager parallel Bekanntheitskampagnen fahren, ohne sich abzustimmen. Und so weiter.

Diese Trennung führt zu uneinheitlichen Botschaften, verschwendeten Budgets und verpassten Synergien. Wenn dein SEO-Team andere Themen pusht als dein Social Media Team, verlierst du wertvolle Verstärkungseffekte.

Wie kannst du SEO und andere Marketingkanäle kombinieren, ohne überfordert zu werden?

Hier liegt das Dilemma: Du verstehst, dass SEO weiterhin essenziell ist und du gleichzeitig an andere Marketingkanäle denken solltest. Aber jeder Kanal bedeutet zusätzliche Arbeit. Als Solopreneur oder kleines Team kann man sich da schnell überwältigt fühlen. 

Die mögliche Lösung liegt in intelligenter Automatisierung kombiniert mit einer durchdachten Strategie:

  • Du musst nicht auf allen Social Media Kanälen unterwegs sein und alle Formate abdecken. Verstehe, wo sich deine Zielgruppe befindet und was marketingtechnisch Sinn macht.
  • Denke ganzheitlich, handle automatisiert: Entwickle einmal übergreifende Kernbotschaften und lasse sie automatisch für verschiedene Kanäle adaptieren. Ein guter Blogpost (=SEO) kann gleichzeitig deine Website, Social Media und Newsletter bedienen.

SEO + andere Kanäle im Einklang = Zukunft des Marketings

Die Zukunft gehört vernetzten Marketing-Ansätzen mit intelligenter Automatisierung.

Statt in Kanälen zu denken, denkst du in Kundenreisen.

Statt manuell jeden Berührungspunkt zu optimieren, automatisierst du wiederkehrende Prozesse und fokussierst dich auf strategische Entscheidungen.

Mit KI und Marketing Automation Tools kannst du heute schon:

  • Content für verschiedene Kanäle automatisch anpassen
  • Optimale Posting-Zeiten ermitteln
  • Markenerwähnungen überwachen
  • Personalisierte Customer Journeys erstellen
  • und vieles mehr

Die Kombination aus interdisziplinärem Marketing-Verständnis und intelligenter Automatisierung gibt dir die Möglichkeit, wie ein großes Unternehmen zu agieren, nur schneller und effizienter, ohne das große Team.

FAQ

Ist SEO wirklich noch wichtig, wenn KI-Suchmaschinen keine Links mehr zeigen?

Ja, sogar wichtiger. SEO war nie nur für Klicks da, sondern für Sichtbarkeit und Markenbekanntheit. Wer jetzt aufhört, überlässt der Konkurrenz wertvollen Raum.

Wie messe ich Markenbekanntheit als kleines Unternehmen?

Verfolge direkte Marken-Suchanfragen, Social Media Erwähnungen, wiederkehrende Website-Besucher und führe regelmäßige Kundenbefragungen durch. Manche Tools müssen extra angeschafft werden, viel kannst du aber auch schon mit Google Search Console, Bing Webmaster Tools und Google Analytics machen.

Welche Marketing-Kanäle sollte ich miteinander verknüpfen?

Beginne mit SEO, Social Media und E-Mail-Marketing. Diese drei Kanäle ergänzen sich perfekt und lassen sich gut automatisieren. SEO stellt dabei immer die Grundlage dar, weil eine Webseite wie eine Visitenkarte ist, und der Dreh- und Angelpunkt der Vernetzung zwischen deinen Kanälen.

Wie schaffe ich als Solopreneur alle Marketing-Kanäle, ohne überfordert zu werden?

Durch intelligente Automatisierung: Plane deine Inhalte einmal kanalübergreifend und lass sie automatisch für verschiedene Plattformen anpassen.

Wann sollte ich in Marketing-Automatisierung investieren?

Sofort, wenn du merkst, dass manuelles Marketing zu zeitaufwändig wird. Schon kleine Automatisierungen sparen Zeit und sorgen für konsistentere Marken-Kommunikation.

Bereit für mehr Zeit bei gleichzeitig mehr Kunden?

Als Online Marketing Beraterin helfe ich Einzelunternehmern und KMU dabei, ihre Marketing-Prozesse intelligent zu verknüpfen und gegebenenfalls zu automatisieren. Buche eine Beratung bei mir, um herauszufinden, wie deine persönliche Strategie aussieht.

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Sabine Gertrud Fischer, Online Marketing Beratung und AI Automation

Über Sabine

Ich kümmere mich um Online Marketing Beratung und AI Automations für Einzelunternehmer und KMUs.
An den richtigen Stellen eingesetzte Automatisierungslösungen und KI reduzieren deinen Zeitaufwand für Marketing und du kannst dich auf das konzentrieren was zählt: deine Kunden.

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